A K T U E L L E S


Lesung “Kritik des Familismus”  Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes. 

mit Prof. Gisela Notz

 

Donnerstag, 01.12.2016

19.00 Uhr  Uniplatz Halle

Am 1.12.2016 liest Professorin Gisela Notz im HS XVIII im Melanchthonianum aus ihrem Buch Kritik des Familismus. Die Lesung findet in Kooperation mit queer_einsteigen, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. und dem Frauenpolitischen Runden Tisch Halle statt.

 

Familismus bezeichnet die weitgehende Identität von Familie und Gesellschaft. Danach bildet das System aller Familien das Gemeinwesen. Familismus ist auch die Überbewertung des familiären Bereichs als Quelle für soziale Kontakte. In familistischen Gesellschaften – dazu gehört die Bundesrepublik Deutschland ─ gilt die Familie als Dreh- und Angelpunkt aller sozialen Organisationen. Erst die neue Frauenbewegung entwickelte Gegenkonzepte, die heute allerdings zu verblassen scheinen. Staatliche Familienpolitik fördert nach wie vor die traditionelle mit Vater, Mutter und Kind(ern) "normalbesetzte" Kleinfamilie, in der Kinder erzogen und pflegebedürftige Menschen versorgt werden sollen. Die soziale Realität hat sich längst von diesem ideologischen Gemälde entfernt. In der Einführung geht es zunächst um eine historische Rekonstruktion exemplarischer Theorien und Praxen, die zu jenem ideologisierten Familienverständnis führen, das auf das «Gemeinwohl» abzielt, faktisch aber alle Menschen ausschließt, die nicht zu einer Familie gehören und Frauen zu rechtlosen Wesen macht. Am Ende steht die Frage, ob es sinnvoll ist, ein kritikwürdiges System weiter auszuweiten, indem sich häufende Zusammenlebensformen durch vom Staat verordnete Gesetze «normalisiert» werden und damit wiederum andere daran gemessen und ausgegrenzt werden, wenn sie sich nicht in die familiale «Ordnung» fügen.

Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, bis Mai 2007 Wissenschaftliche Referentin im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Forschungsabteilung Sozial- und Zeitgeschichte, Bonn. Lehrbeauftragte und Vertretungsprofessuren an verschiedenen Universitäten. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik, Alternative Ökonomie, historische Frauenforschung. Sie lebt und arbeitet freiberuflich in Berlin.


Ausstellungseröffnung Papierschmuck von Susanne Hecklau

Papier am Hals - wie aus Papier Schmuck wird......  

Freitag, 02.12.2016 20.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Susanne Hecklau:„Das Rollen von Papierstreifen zu kugel - oder rollenförmigen Gebilden ist so jung nicht – meine Großmutter machte diese Basteleien mit mir schon als Kind. Aus dem dann bemalten Papier ein tragbares, schmückendes Stück zu machen macht, ist dann  mein weiterer Schritt, denn haltbar sollen Kette oder Ohrring sein. Manchmal ist das Papier mit einem Lack überzogen, am schönsten empfinde ich aber das gewachste Papier, das durch Polieren einen sanften Glanz bekommt und  sich sehr angenehm anfühlt , wenn man mit dem Finger darüber streicht. Die einfachsten und natürlichsten Dinge sind wohl auch die schönsten.“


2. Hausversammlung 2016

Dienstag, 06.12.2016       

18.00 Uhr

Wir möchten Euch ganz herzlich zu unserer zweiten Hausversammlung im Frauenzentrum Weiberwirtschaft einladen.

In den letzten Jahren haben viele neue Interessierte mit ihren Initiativen, Freund_innen und Kooperationen bei uns im Frauenzentrum einen Ort gefunden. Wir beobachten /sehen großes Potential in Euren Aktivitäten und möchten Euch allen einen gemeinsamen Gedankenaustausch über die Zukunft unserer Zusammenarbeit miteinander, untereinander anbieten und mit unserer Hausversammlung ein gegenseitiges Kennenlernen.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!


Lesung mit Corinne Rufli „Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert“

Freitag, 09.12.2016 19.00 Uhr

 

Die Schweizer Autorin porträtiert elf frauenliebende Frauen (der Schweiz) über siebzig, die aus ihrem Leben erzählen. Das Buch holt eine Randgruppe der Gesellschaft aus dem Verborgenen und dokumentiert die Vielfalt von Frauenleben jenseits von Kategorien. Die Frauen berichten in ihren Geschichten davon, wie sie ihre Beziehungen in den 1940er – bis 1960er Jahren gestaltet haben, wie sie von der Frauenbewegung angezogen  oder abgestoßen wurden und wie sie heute leben…

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 3. Hirschfeldtage mit Unterstützung durch das Land

Sachsen-Anhalt.

 



Spieleabend (Frauen only)

Samstag, 17.12.2016  19 Uhr

Und schon neigt sich das Jahr dem Ende zu... So wollen wir die Adventszeit nutzen, um noch einmal verstaubte Brettspiele und Ideen hervorzuholen und einen Raum für kreativen Austausch (auch im kulinarischen Sinne) zu schaffen - ob Kicker, Billard, Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Gedankenkonstrukte... oder einfach zusammen klönen bei Tee, Bier oder (Glüh-)Wein. Spiele sind vorhanden, dürfen aber unbedingt auch zahlreich mitgebracht werden (gerne auch ein „Schrottwichtel-Kleinod“).


Gemütlicher Jahresausklang


Sonntag, 18.12.2016  ab 16 - 21 Uhr

die tage werden kürzer und im dämmerlicht geht das mittlerweile vierte Q. [kju_point]-jahr zu ende.

zur feier all dessen, was hinter uns liegt und was fürs nächste jahr noch auszuhecken ist, trifft sich das orgateam ein letztes mal in diesem jahr zum entspannt-ausgelassenem beisammensein im dämmerlicht.

am 18.12. im Frauenzentrum Weiberwirtschaft / Dornrosa e.V.
ab 16oo wird gemeinsam gekocht und gebacken.
ab 18oo ausgelassen geschmaust.

auf den tisch kommt eine erpsen-minz-zitronengras-suppe und selbstgemachte pizza. alles in vegan. und es wird gemunkelt, auch glühwein soll nicht fehlen...

eingeladen, unserer illustren runde gesellschaft zu leisten, sind alle freund*innen, sympathiesant*innen, stammpublikum, neugierigen und am mitwirken interessierte. schriebt nur bitte eine kurze mail an kju_point [at] gmx [.] de, damit am ende auch genügend pizza für alle hungrigen mäuler bereitsteht.

für freuen uns auf euch!
ahoi!


Vom 19. Dezember 2016 bis 08. Januar 2017 haben wir Betriebsferien. In dieser Zeit bleibt das Frauenzentrum für Besucher*innen geschlossen.

Wir wünschen Allen frohe Weihnachten &

einen gesunden und erfolgreichen Start in das Neue Jahr 2017.



Vorschau Januar:

Tag der offenen Tür mit Jahresrückblick 2016

Traditionell öffnet einmal jährlich das Frauenzentrum ganztägig die Tür und präsentiert seine Projekte und Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr.

Wir freuen uns auf Ihren / euren Besuch! Die Ausstellung wird bis 31.01.2017 zu sehen sein.